Mit der offiziellen Auftaktveranstaltung startete in Österreich Europas erstes Wasserstofftal für industrielle Anwendungen. Rund 100 Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie waren vor Ort und hörten Reden von Vertreter:innen der Bundesländer, des Klima- und Energiefonds sowie des österreichischen Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK). Im HI2 Valley arbeiten 44 nationale und internationale Partner zusammen. Bis 2030 sind Investitionen in Höhe von 588 Millionen Euro geplant, davon 20 Millionen Euro von der Europäischen Union und der Clean Hydrogen Partnership.
Das Projekt erstreckt sich über die Regionen Steiermark, Oberösterreich und Kärnten und markiert einen entscheidenden Schritt in Richtung Dekarbonisierung energieintensiver Industrien sowie den Ausbau von Österreichs Wasserstoffforschung.
Ein Meilenstein für die Dekarbonisierung der Industrie
Wasserstofftechnologien gelten als einer der wichtigsten Wegbereiter auf dem Weg zur Klimaneutralität. Mit dem HI2 Valley etabliert Österreich ein wegweisendes Modell, das industrielle Anwendungen mit Spitzenforschung verbindet.
„Als wichtige Industrieregionen in Österreich sind wir besonders gefordert, die Dekarbonisierung der Industrie voranzutreiben. Das ‚Hydrogen Valley‘ wird einen wesentlichen Beitrag zu diesem Vorhaben leisten. Gleichzeitig stärkt es unsere Position als führende Regionen in der Wasserstoffforschung“, betonte Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin der Steiermark, bei der Auftaktveranstaltung, gemeinsam mit ihren Kollegen Markus Achleitner aus Oberösterreich und Sebastian Schuschnig aus Kärnten.
Eckdaten und Projekte
Das HI2 Valley wird 17 Projekte umsetzen, die die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette abdecken – von der Produktion über den Transport bis hin zur Speicherung und industriellen Anwendung. Zu den Highlights gehören:
- 101 MW neue Elektrolysekapazität
- 10.000 Tonnen grüne Wasserstoffproduktion pro Jahr
- 17 Projekte, die in drei Bundesländern umgesetzt werden
Bis 2030 zielt das Tal darauf ab, die Treibhausgasemissionen in Österreichs Industrie-, Energie- und Mobilitätssektoren um rund 200.000 Tonnen CO₂-Äquivalente zu reduzieren.
Ökonomische und ökologische Auswirkungen
Die Initiative soll rund 2.000 neue Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig sauberen Wasserstoff für Industrien wie Stahl, Zement und Rohstoffe bereitstellen. Dies wird einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung nationaler und europäischer Klimaziele sowie zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieimporten leisten.
Durch die Vernetzung von Akteuren über Regionen und Industrien hinweg schafft es einen Fahrplan für Europas Wasserstoffwirtschaft und unterstützt den Übergang zu einer klimaneutralen und energieunabhängigen Zukunft.
Über HI2 Valley
Das HI2 Valley wird von der Europäischen Union kofinanziert und von der Clean Hydrogen Partnership und ihren Mitgliedern unterstützt. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Clean Hydrogen Partnership wider. Weder die Europäische Union noch die Clean Hydrogen Partnership können dafür verantwortlich gemacht werden.



