Spatenstich für Hy4Smelt: Baubeginn des HI2 Valley Projekts

Das Projekt zielt darauf ab, Österreichs Stahlindustrie unter Verwendung von grünem Wasserstoff zu dekarbonisieren.

Sowohl Personal als auch Spaten präsentierten sich in Bestform, als das Hy4Smelt-Projekt am 25. September in Linz, Österreich, seinen offiziellen Baubeginn markierte.

Als Teil des HI2 Valley zielt das Projekt auf die traditionell kohlenstoffintensive Stahlindustrie ab, wobei Kohle durch sauberen Wasserstoff ersetzt wird, der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird.

Hier arbeiten unter anderem das Forschungszentrum K1-MET (Mitglied des großen österreichischen Grünwasserstoffprojekts HI2 Valley) und der Stahlproduzent voestalpine zusammen. Darüber hinaus sind der Eisen- und Stahlproduzent Primetals und das Bergbauunternehmen Rio Tinto beteiligt, um die Anlage zu realisieren.

Die Anlage wird die erste ihrer Art sein, die zwei unterschiedliche Technologien kombiniert: wasserstoffbetriebenes Elektroschmelzen und wasserstoffbasierte „Reduktion“ (ein Reinigungsprozess) von Metallerz.

Diese Lösungen ebnen den Weg für eine neue Ära in der Stahlproduktion“, sagt Dr. Alexander Fleischhandel, CTO und Leiter Green Steel bei Primetals Technologies, in einer Pressemitteilung.

Das Hy4Smelt-Projekt ist eines von 17 Wasserstoffprojekten im HI2 Valley, eine Initiative mit in Summe 588 Mio. Euro Investitionsvolumen in den österreichischen Regionen Kärnten, Steiermark und Oberösterreich.

Innerhalb von 6 Jahren zielen die HI2 Valley Projekte darauf ab, eine jährliche Produktion von mehr als 10.000 Tonnen grünem Wasserstoff zu realisieren und dadurch bis 2030 rund 200.000 Tonnen CO2-Äquivalente einzusparen. Die industrielle Anlage in Linz soll bis Ende 2027 die Produktion aufnehmen.

Dass der Bau der weltweit einzigartigen Hy4Smelt-Anlage im Gange ist, bestätigt einmal mehr unsere technologische und innovative Führungsrolle, auch im Bereich der grünen Stahlproduktion“, sagt Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG.